Mit einer Mietkautionsbürgschaft ersetzen Sie als Mieter die Barkaution durch eine Bürgschaft. Ihr Vermieter erhält die vereinbarte Sicherheit, während die Kautionssumme für Möbel oder andere Ausgaben verfügbar bleibt. Geben Sie einfach die Höhe Ihrer Mietkaution ein und vergleichen Sie passende Anbieter.
- 1. Günstigen Anbieter auswählen.
Kautionshöhe eintragen, dann auf "jetzt vergleichen" klicken. - 2. Vertrag online abschließen.
- 3. Urkunde an Vermieter übergeben.
- So funktioniert’s: Mieter hinterlegt Bürgschaft anstelle von Barkaution. Bank oder Versicherung bürgt bei Schäden und offenen Zahlungen aus dem Mietverhältnis.
- Nutzen: Mieter bleibt beim Umzug finanziell flexibel, Vermieter spart Zeit und Aufwand.
- Kosten: Jährlicher Beitrag abhängig von Kautionssumme und Anbieter (siehe Vergleich).
- Akzeptanz: Vermieter ist nicht verpflichtet, die Bürgschaft zu akzeptieren.
Was ist eine Mietkautionsbürgschaft?
Die Mietkautionsbürgschaft ist eine Alternative zur klassischen Barkaution. Statt die Mietkaution als Einmalbetrag beim Vermieter zu hinterlegen, übergeben Sie ihm die Bürgschaftsurkunde einer Bank oder Versicherung. Dafür zahlen Sie einen regelmäßigen Beitrag. Macht der Vermieter berechtigte Ansprüche aus dem Mietverhältnis geltend, übernimmt der Bürge diese bis zur vereinbarten Bürgschaftssumme.
💡 Was häufig falsch verstanden wird: Eine Kautionsbürgschaft ist kein Versicherungsschutz für den Mieter. Der Anbieter sichert die berechtigten Ansprüche des Vermieters ab. Wird die Bürgschaft in Anspruch genommen, müssen Sie den ausgezahlten Betrag später dem Bürgen erstatten. Sie ersetzt also nur die Mietkaution und nicht die Haftung des Mieters.
Was ändert sich für Mieter und Vermieter?
Barkaution und Bürgschaft unterscheiden sich bei der Hinterlegung der Mietsicherheit, den Kosten, der Haftung und einer möglichen Inanspruchnahme.
| Für Mieter | Für Vermieter | |
|---|---|---|
| Mietsicherheit | Es wird kein eigenes Geld für die Kaution gebunden. | Statt der Barkaution erhält der Vermieter eine Bürgschaft als Sicherheit. |
| Kosten & Verwaltung | Die Kautionssumme bleibt verfügbar, dafür fallen laufende Beiträge an. | Die Mietkaution muss nicht angelegt und verwaltet werden. |
| Haftung | Die Haftung des Mieters bleibt bestehen. | Die Bürgschaft sichert berechtigte Ansprüche bis zur vereinbarten Bürgschaftssumme ab. |
| Inanspruchnahme | Nach einer Auszahlung kann der Bürge den Betrag vom Mieter zurückfordern. | Der Vermieter kann seine Ansprüche gegenüber dem Bürgen geltend machen. |
Wann lohnt sich eine Mietkautionsbürgschaft?
Eine Mietkautionsbürgschaft schafft finanziellen Spielraum, ist aber nicht immer sinnvoll. Die folgende Übersicht zeigt, in welchen Fällen sie sich lohnt und wann eine Barkaution die bessere Wahl ist.
Bürgschaft ist sinnvoll, wenn…
Barkaution ist besser, wenn…
- kein Geld für eine Barkaution da ist.
- Erspartes für Umzug, Möbel oder Renovierung benötigt wird.
- kein Dispo oder anderer Kredit infrage kommt.
- die Hausbank kein klassisches Mietkautionskonto anbietet.
- die Mietkaution problemlos aus eigenen Mitteln bezahlt werden kann.
- Sie die Kaution lieber verzinst anlegen möchten.
- Sie die Wohnung voraussichtlich viele Jahre mieten werden.
- der Vermieter ausschließlich eine Barkaution akzeptiert.
💡 Faustregel: Je knapper das Geld beim Umzug und je kürzer die geplante Mietdauer, desto eher kann sich eine Mietkautionsbürgschaft lohnen. Wer dagegen genügend Rücklagen hat und voraussichtlich lange in der Wohnung bleibt, fährt mit einer Barkaution meist günstiger.
Weiterlesen: Welche Argumente im Allgemeinen für und gegen die Nutzung einer Bürgschaft sprechen, erfahren Sie in unserem Ratgeber: Vor- und Nachteile einer Mietkautionsbürgschaft.
Was kostet eine Mietkautionsbürgschaft?
Die Kosten einer Mietkautionsbürgschaft richten sich nach der Höhe der vereinbarten Mietkaution und einem jährlichen Zinssatz. Daraus berechnet sich der zu zahlende Beitrag. Das bedeutet: Je höher die Kautionssumme und je länger die Mietdauer, desto mehr kostet die Bürgschaft insgesamt.
Beispiel: Beträgt die Kaution 1.500 € und berechnet der Anbieter einen jährlichen Zins von 4,2 %, zahlen Sie 63 € Beitrag pro Jahr (1.500 € × 4,2 % = 63 €).
Typische Kosten einer Mietkautionsbürgschaft
Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft, mit welchen jährlichen Kosten Sie bei unterschiedlichen Kautionssummen rechnen können.
| Kautionssumme | Möglicher Jahresbeitrag* |
|---|---|
| 1.000 € | 42 € |
| 1.500 € | 63 € |
| 2.000 € | 84 € |
| 3.000 € | 126 € |
| * Beispielhafte Berechnung auf Grundlage eines jährlichen Zinssatzes von 4,2 % der Kaution. Die tatsächlichen Gebühren können je nach Anbieter abweichen. | |
Anbieter für Mietkautionsbürgschaften vergleichen
Die Kosten und Vertragsbedingungen einer Mietkautionsbürgschaft unterscheiden sich je nach Anbieter. Unser Vergleich berücksichtigt neben dem Preis auch Unterschiede bei der Verfügbarkeit der Bürgschaftsurkunde, beim Bürgen und bei wichtigen Vertragsmerkmalen. Geben Sie Ihre Kautionshöhe ein, um die verschiedenen Angebote miteinander zu vergleichen.
- 1. Günstigen Anbieter auswählen.
Kautionshöhe eintragen, dann auf "jetzt vergleichen" klicken. - 2. Vertrag online abschließen.
- 3. Urkunde an Vermieter übergeben.
Darf der Vermieter eine Bürgschaft ablehnen?
Ja. Der Vermieter darf eine Mietkautionsbürgschaft auch ablehnen. Nach § 551 BGB ist die Mietkaution grundsätzlich als Geldbetrag zu leisten. Für eine Bürgschaft gilt diese gesetzliche Regelung jedoch nicht. Sie kann nur vereinbart werden, wenn beide Vertragsparteien zustimmen. Mit anderen Worten: Der Vermieter muss also damit einverstanden sein.
💡 Tipp: Klären Sie unbedingt vorher, ob Ihr Vermieter eine Bürgschaft akzeptiert. So vermeiden Sie Missverständnisse und schließen nicht voreilig einen Vertrag ab, der am Ende unnötige Kosten verursacht.
So funktioniert eine Mietkautionsbürgschaft in 5 Schritten
Eine Mietkautionsbürgschaft kann unkompliziert beantragt werden. Die folgenden fünf Schritte zeigen den Ablauf von der Auswahl des Anbieters bis zur Kündigung.
- Anbieter vergleichen: Kosten und Konditionen prüfen.
- Bürgschaft beantragen: Antrag stellen und Bonität prüfen lassen.
- Urkunde übergeben: Bürgschaftsurkunde an den Vermieter übergeben.
- Schadensfall: Bürge zahlt berechtigte Forderungen und fordert den Betrag vom Mieter zurück.
- Bürgschaft kündigen: Nach Freigabe durch den Vermieter Vertrag beenden.
Weiterlesen: Den ausführlichen Ablauf finden Sie unter Mietkautionsbürgschaft online abschließen.
Wer kann für die Mietkaution bürgen?
Für die Mietkaution kommen unterschiedliche Bürgen infrage. Alle drei Varianten sichern die Ansprüche des Vermieters ab, unterscheiden sich jedoch bei Voraussetzungen, Kosten und Akzeptanz.
| Bürgschaftsart | Typische Merkmale | Kosten & Akzeptanz |
|---|---|---|
| Mietkautionsversicherung Eine Versicherung übernimmt die Bürgschaft für den Vermieter. |
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| Bankbürgschaft-Mietkaution Eine Bank stellt die Mietsicherheit. |
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| Mietbürgschaft einer Privatperson Eine Privatperson, meist ein naher Angehöriger, bürgt für den Mieter. |
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Hinweis: Beiträge, Annahmerichtlinien und Vertragsbedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter.
Welche Voraussetzungen müssen Mieter erfüllen?
Um eine Mietkautionsbürgschaft zu erhalten, müssen Mieter einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen. Neben einem vollständigen Antrag prüfen Anbieter insbesondere die Bonität. Dafür werden unter anderem Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa eingeholt. Die Anforderungen können sich je nach Anbieter unterscheiden.
Die Anforderungen im Überblick
- Vollständig ausgefüllter Antrag mit allen Angaben zur Person und zum Mietobjekt
- Mindestalter 18 Jahre
- Wohnsitz und Mietobjekt in Deutschland
- Erfolgreiche Bonitätsprüfung
Weiterlesen: Welche Daten bei der Bonitätsprüfung berücksichtigt werden und welche Rolle die Schufa spielt, erfahren Sie im Ratgeber „Bonität und Schufa“.
Was passiert im Schadensfall?
Hinterlässt der Mieter nach dem Auszug Mietrückstände oder Schäden in der Wohnung, kann der Vermieter die Mietkautionsbürgschaft in Anspruch nehmen. Nach Prüfung zahlt der Anbieter den Schadensbetrag bis zur Höhe der vereinbarten Bürgschaftssumme an den Vermieter aus. Der Mieter muss das Geld später an den Bürgen zurückerstatten.
Weiterlesen: Wie die Schadensregulierung im Detail abläuft und welche Rechte Mieter und Vermieter haben, erfahren Sie im separaten Ratgeber „Inanspruchnahme einer Mietkautionsbürgschaft“.
Kündigung und Rückgabe nach Mietende
Nach Ende des Mietverhältnisses bleibt die Mietkautionsbürgschaft zunächst bestehen. Erst wenn der Vermieter bestätigt, dass keine Ansprüche mehr bestehen, gibt er die Bürgschaftsurkunde an den Anbieter zurück. Mit dem Tag des Eingangs der Urkunde endet der Vertrag und die Beitragspflicht des Mieters.
Den genauen Ablauf finden Sie auf der Seite Kündigung und Rückgabe.


